reflections

allürenlos

 

7.325 schritte. Von meiner tür bis ich sand untern den füßen spüre. Es liegt in meiner macht, dich glauben zu lassen, ob es der sand eines spielplatzes ist, der sand einer logierhalle auf einem reiterhof oder der sand, den die wellen des pazifiks immer neu am strand auslegen. Weil ich in dir auch ein wenig mich sehe und mir die letzte variante am weitaus besten gefällt, sind es 7.302 schritte von meiner haustür bis zum pazifikstrand. Unglaublich schöne vorstellung, oder? Ja, stimmt. Ich habe ein paar schritte abgezogen. als ich sie zählte, bin ich ganz diszipliniert in steter schrittlänge aufs meer zu gelaufen. Für gewöhnlich aber sind die letzten meter eher übersprungen, denn gelaufen, denn in dem moment, da ich das meer, dessen atem ich schon im haus riechen kann, sehe, übernimmt mein körper die führung und laufen gehört dann eben nicht zum repertoire. Es ist so unbeschreiblich schön hier, weil das meer in all seiner herrlichkeit nicht den status zu haben scheint wie bei uns. Wunderbare ostsee, traumhafte strände, zu mancher jahreszeit idylle – aber oft, nein immer fast ein superstar, der menschenmassen anlockt, zelebriert wird, mit allem trara, fan-utensilien werden vor dem starnd veräußert, ein perfekter serviceapparat hält die tournee betriebsam und routiniert am laufen. Die see ist der star und ihre anhängerschaft kommt in millionenstarker schar, ißt und lacht, fotographiert und tanzt, zeltet und uriniert und alles, alles dreht sich um sie.

Hier aber gibt es über 12.000 Kilometer Strand, mehr als 8.000 davon am pazifik und in san blas ist das meer kein star. Nur da.

26.7.11 10:33

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