reflections

nature decides

 

Die wale lockten uns. Obgleich die jahreszeit die falsche war, in dieser phase wanderten die wale nicht die küste entlang, war es weder ungewöhnlich noch -wahrscheinlich, dass nicht doch ein paar dieser kolosse die tiefen vor san blas kreuzten. Auf den fischer, der uns hin und wieder am marktplatz in einen kleinen schatz verwickelt hatte und mit beeindruckendem englisch unsere spanischen versuche beschämte, fiel unsere wahl. Er wollte nichts versprechen und tat es auch nicht, aber er hielt unsere hoffnungen hoch. Zuhause noch hatte ich mich mit besten technischen utensilien ausgestattet – in den kleinanzeigen münchen lies sich alles finden, was ich zu brauchen glaubte und so bestiegen wir des fischers kahn mit einem erstklassigen feldstecher und einer hochseeangel, die eindruck machte, aber darüber hinaus keine funktion erfüllen sollte. Statt nach gewaltigen schwanzflossen ausschau zu halten, hieß uns der fischer, aufmerksam zu lauschen. Auf dem stillen ozean konnte man, wenn der motor ruhte, tatsächlich wenig außer dem wind vernehmen und was man vom wale zuerst hören könne, wäre das wasser, das er aus dem atemloch presste. Doch vergeblich lauschten wir. Vorüber kommende fischersleute weckten hoffnung, sie hatten wale getroffen. In der nacht zuvor. Wir aber schaukelten ohne eines riesen angesichtig zu werden. Rauschten weiter durch einen schwarm thunfische, wurden von einem fliegenden fisch übersegelt und plötzlich vonfünf, sechs delphinen besucht und schossen dann mit ihnen eine zeitlang um die wette durch unwirklich blaue wellen. Kein wale. Keine enttäuschung.

29.7.11 12:28

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